Überblick
Ein 16-minütiger österreichischer Kurzfilm des Autors und Regisseurs Farhad Bazyan: Er erzählt von einem Fotografen, der sein Gedächtnis verliert und in eine tabuisierte Liebe verstrickt wird, die seinen Zerfall beschleunigt. In impressionistischen Fragmenten – bildgetriebene Passagen, Voice-over und spannungsgeladene Nahaufnahmen – spielt der Film mit unzuverlässiger Erinnerung und Begehren, wobei Lücken und Überlagerungen in der Erzählung einen Großteil des Storytellings übernehmen.
Visuell bevorzugt die Kamera eng gefasstes, modelliertes Licht und studiohafte Kompositionen, die zugleich intim und klaustrophobisch wirken. Das Sounddesign setzt auf Atemgeräusche, Raumklang und abrupte Schnitte und unterstreicht so das zersplitterte Selbstempfinden der Hauptfigur. In Bazyans eigenen Notizen findet sich eine „Kurzfassung“ von 2017, was mit Festivalangaben übereinstimmt, die den Film mit 16 Minuten Laufzeit und als österreichische Produktion ausweisen.
Nimas Auftritt
Nima Nazarinias Darstellung verankert den Film aus seiner Perspektive. Mit präziser Mimik und kontrollierter Präsenz vermittelt er eine feine, spürbare innere Unruhe. Selbst ohne direkte Szenen mit der anderen Hauptfigur verleiht seine nuancierte Leistung jeder Szene emotionale Tiefe.
Regie: Farhad Bazian

